

Zu den möglichen Antworten auf die zentrale Fragestellung der Tagung gehörte, dass Erwerbsarbeit für den Einzelnen immer wichtiger wird, um sich als anerkanntes Mitglied der Gesellschaft zu fühlen. Männer und Frauen unterscheiden sich in dieser Hinsicht offenbar viel weniger als in der Vergangenheit. Innerhalb von Unternehmen wird mehr Verantwortung für die eigene Arbeit und auch für deren Erfolg „am Markt“ auf die Einzelnen verlagert. Gleichzeitig werden Aufgaben, die traditionell in der Familie erledigt wurden z. T. in Form von Erwerbsarbeit organisiert bzw. „ökonomisiert“. Die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben, Ökonomie und Gesellschaft verschieben sich bzw. werden durchlässiger, so dass ein grundlegender Wandel des Alltagslebens zu erwarten ist.
Die Beiträge zu dieser Tagung werden Anfang nächsten Jahres in einem Buch beim VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden, veröffentlicht. Ausführliche Tagungsberichte werden z. Zt. für einige sozialwissenschaftliche Fachzeitschriften vorbereitet.
