Auftaktveranstaltung des BMBF-Verbundprojekts DynAKlim
Am 04. Dezember 2009 im LVR-Industriemuseum in Oberhausen
Am 4. Dezember 2009 hat sich das Projekt DynAKlim im LVR-Industriemuseum in Oberhausen öffentlich vorgestellt und den mehr als 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmern dieser Auftaktveranstaltung seine Arbeitsschwerpunkte und Ziele präsentiert. Im Zuge der Veranstaltung wurden die Auswirkungen und Herausforderungen des Klimawandels sowie die Notwendigkeit und konkreten Ansatzpunkte einer vorausschauenden und integrierten Anpassungsstrategie für die Emscher-Lippe Region aus Sicht der Wirtschaft, der Politik und der Wissenschaft eindrucksvoll dargestellt.
Dynamische Anpassung an den Klimawandel
Der Klimawandel zwingt der Menschheit neue Umweltbedingungen auf. Prognosen sehen für Deutschland neben nassen, moderateren Wintern insbesondere heißere und trockenere Sommer bei gleichzeitiger Zunahme von Starkregenereignissen vorher. Die dabei spürbar werdenden Auswirkungen auf die Lebens- und Wirtschaftsbedingungen der Menschen werden auch ihren Niederschlag auf Sicherheit, Qualität und Kosten von Infrastrukturen finden und somit auch die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit von Regionen beeinflussen. Die zur Gestaltung eines umfassenden Adaptationsprozesses regional verankerten und kommunal verfassten Planungs-, Entwicklungs- und Politikstrukturen sind jedoch ebenso wie die Wirtschafts- und Zivilgesellschaft bislang nur unzureichend auf die Herausforderung vorbereitet, unter fortgesetzter Unsicherheit planen und entscheiden zu müssen.
Eine besondere Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang der planmäßigen und intensiven Bewirtschaftung des regionalen Wasserhaushalts zu, wo z.B. höhere Regenabflussspitzen oder Erwärmung der Stadtklimata Folgen haben können wie erhöhte Hochwasser- und Überschwemmungsgefahr, Beeinträchtigungen der Trinkwassergüte oder eine Verschärfung der Konkurrenz um die Nutzung von Wasserressourcen.
Fünf Jahre Projektlaufzeit
Das auf fünf Jahre ausgerichtete BMBF-geförderte Projekt "Dynamische Anpassung regionaler Planungs- und Entwicklungsprozesse an die Auswirkungen des Klimawandels am Beispiel der Emscher-Lippe-Region" (DynAKlim) untersucht die möglichen Auswirkungen des Klimawandels auf die vielfältige Nutzung und die Verfügbarkeit der Ressource Wasser sowie die daraus resultierenden Effekte für die Lebens- und Wirtschaftbedingungen in einer Region. Diese besteht südlich einerseits aus einem eher industriell geprägten Großstadtraum als zentralem Teil des Ruhrgebietes (Emscher-Region) und nördlich andererseits aus einem überwiegend ländlich geprägten Siedlungsgefüge (Lippe-Region). Erklärtes Ziel des DynAKlim-Vorhabens ist es, Chancen und Risiken der Auswirkungen des Klimawandels zu antizipieren, in geeigneter Form in regionale Planungs- und Entwicklungsprozesse zu integrieren und somit den Ballungsraum Emscher-Lippe zu einer pro-aktiv handelnden und zukunftsfähigen Metropolregion mit hoher Anpassungs-, Leistungs- und Innovationsfähigkeit zu befördern.
TU Dortmund gleich zweimal dabei
Die TU Dortmund ist dabei mit zwei Institutionen zugleich vertreten und Teil eines Projektkonsortiums aus insgesamt 13 Antragstellern aus Wissenschaft und Forschung, Wirtschaft und Planung. Weitere regionale Praxispartner kommen hinzu, darunter Unternehmen, Wasserverbände, Gebiets- und Verwaltungskörperschaften sowie regionale Initiativen und Vertreter der Zivilgesellschaft.
Die Arbeiten in den Teilprojekten der Sozialforschungsstelle (sfs) konzentrieren sich auf die Projektteilziele der Initiierung, Erarbeitung und nachhaltigen Umsetzung einer "Roadmap 2020: Regionale Klimaadaptation" als "Leitplanke" für eine zukunftsfähige Adaptationspolitik. Weitere und damit eng verzahnte Aufgabe ist die wissenschaftliche Unterstützung des netzwerkförmigen Aufbaus einer Kooperationsplattform für alle relevanten regionalen Akteure. Schließlich verfolgt die sfs das Ziel, den Transfer der Ergebnisse aus den weiteren disziplinären Teilprojekten des Projektverbundes im Sinne der übergeordneten Zielsetzung methodisch, strategisch und konzeptionell zu unterstützen.
Das Fachgebiet Stadt- und Regionalsoziologie an der Fakultät Raumplanung (SOZ) übernimmt die sozialwissenschaftliche Begleitforschung. Aufgabe ist es, die Wirkungen der Einführung des neuen Akteurs DynAKlim in die regionale Akteurslandschaft zu analysieren, aktuelles Wissen der Governance- und Netzwerkforschung in den laufenden Prozess einzuspeisen und dadurch eine kritische Analyse und Selbstreflexion der DynAKlim-Praxis zu befördern. Zudem werden die Erkenntnisse aus der Beobachtung von "Regional Water Governance in the making" in die internationale Governance-Debatte eingebracht.
Downloads:
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Vortrag von Dr.-Ing. Friedrich-Wilhelm Bolle
(Forschungsinstitut für Wasser- und Abfallwirtschaft an der RWTH Aachen) |
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Vortrag von Prof. Dr. Manfred Fischedick
(Vizepräsident des Wuppertaler Instituts für Klima, Umwelt und Energie GmbH |
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Vortrag von Prof. Dr. Rolf Kreibich
(Institut für Zukunftsstuden und Technologiebewertung) |
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Vortrag von Univ.-Prof. Dr.-Ing. Johannes Pinnekamp
(Institut für Siedlungswasserwirtschaft an der RWTH Aachen) |
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Vortrag von Dr. Jochen Stemplewski
(Emschergenossenschaft/Lippeverband) |
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Vortrag von Michael Theben
(Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz) |
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Dynaklim Thesensammlung |
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