Werkstatt: Transdisziplinäre Arbeits- und Innovationsforschung - Herausforderungen und Erträge von Verbundprojekten zwischen Wissenschaft und Anwendungskontext
Veranstaltungsdokumentation
Beschreibung:
Wissenschaft ist heute mehr denn je gefordert, gesellschaftlich nutzbares Wissen zu erzeugen und Lösungen für gesellschaftlich drängende Problemlagen zu erarbeiten. Transdisziplinäre Forschung will diese Forderung einlösen: Ausgehend von einem ‚praktischen‘ Problem werden Kompetenzen und Perspektiven verschiedener Akteure zusammengeführt, um eine Lösung zu erarbeiten und zugleich einen relevanten Beitrag zu den beteiligten Wissenschaftsdisziplinen zu leisten. WissenschaftlerInnen beobachten nicht nur gesellschaftliche Phänomene und Zusammenhänge, sondern treten in einen gleichberechtigten Dialog mit Akteuren im jeweiligen Praxisfeld. Mit ihnen zusammen werden Handlungsbedarfe definiert, Lösungsmodelle konstruiert und erprobt.
Genutzt wird diese Form der Forschung in Deutschland in vielen Handlungsfeldern, die gesellschaftlich eindeutig als problematisch bewertet werden, wie etwa Umweltfragen, Armut, Migration und Gesundheit. Auch in der Forschung zur Lösung von Problemen in der betrieblichen Organisation von Arbeit gibt es hierzu eine längere Tradition. Relativ neu ist, dass transdisziplinäre Forschung hier nicht mehr nur reaktiv oder kurativ eingesetzt wird, sondern dass von ihr auch erwartet wird, Beiträge zur Stärkung der Innovationsfähigkeit und damit der künftigen wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit Deutschlands zu erbringen.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert mit dem Förderschwerpunkt „Innovationsstrategien jenseits traditionellen Managements“ als Teil des Programms „Arbeiten. Lernen. Kompetenzen entwickeln. Innovationsfähigkeit in einer modernen Arbeitswelt“ Verbundprojekte, in denen wissenschaftliche Akteure wie Universitäten und außeruniversitäre Forschungsinstitute aus unterschiedlichen Disziplinen gemeinsam mit Unternehmen, den Sozialpartnern oder Organisationsberatungen an der Frage arbeiten, wie Individuen, Organisationen und Netzwerke ihre Innovations- und damit Wettbewerbsfähigkeit befördern können.
Mit dieser Werkstatt wollen wir den Fragen nachgehen, wie es gelingen kann, die zum Teil heterogenen Wissensbestände und Handlungsorientierungen der Partner in solchen Verbundprojekten zu integrieren und welchen Nutzen die Beteiligten aus den Projekten ziehen. Anhand von Beispielen aus der Forschungs- und Entwicklungspraxis einzelner Projekte des Förderschwerpunkts sollen Konzepte und Methoden der transdisziplinären Arbeits- und Innovationsforschung diskutiert werden.
Zur Teilnahme herzlich eingeladen sind sowohl Arbeits- und InnovationsforscherInnen und UnternehmenspraktikerInnen als auch WissenschaftforscherInnen und weitere an einer systematisierenden Reflexion dieses Forschungstyps Interessierte. Ziel der Werkstatt ist es außerdem, den Austausch zwischen Wissenschafts- und Arbeits- und Innovationsforschung anzuregen.
Verantwortlich:
PD Dr. Heike Jacobsen
Arno Georg
Milena Jostmeier
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