


Prof. Dr. Jürgen Howaldt, Vorsitzender des Wissenschaftsforums Ruhr, zeigte sich sehr zufrieden mit den intensiven Diskussionen: "Die Einbindung der Wissenschaft wird immer mehr zu einem zentralen Erfolgsfaktor bei der Gestaltung von Innovationsprozessen. Die Metropole Ruhr ist auf einem guten Weg, eine national und international wettbewerbsfähige Metropolregion zu werden."
Ulla Burchardt, MdB, Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung des Deutschen Bundestages, die den Parlamentarischen Abend des Wissenschaftsforums Ruhr mit unterstützt hatte, sagte "Es war allerhöchste Zeit, dass die Wissenschaftsmetropole Ruhr auch auf der Berliner Bühne präsent gemacht wird."
Die Metropole Ruhr weist eine große Dichte von Forschungseinrichtungen und Unternehmen im Bereich der Gesundheitswirtschaft auf. Neben 10 außeruniversitären Forschungseinrichtungen gibt es im Ruhrgebiet rund 150 medizintechnologische Unternehmen, die in diesem Sektor arbeiten und forschen. Prof. Grönemeyer, Direktor des Grönemeyer Instituts für Mikrotherapie und gleichfalls Vorsitzender des Wissenschaftsforums Ruhr, machte in seinem Vortrag deutlich, dass die Gesundheitswirtschaft mit 310.000 Beschäftigten eine der größten Branchen in der Wissenschaftsregion Ruhr darstellt und maßgeblich zu dem Wandel des Ruhrgebietes von einer Stahl- und Kohleregion zu einer Wissenschaftslandschaft beigetragen hat.

Am Kulturwissenschaftlichen Institut Essen (KWI) entsteht zudem derzeit der transdisziplinäre Forschungsschwerpunkt KlimaKultur, der sich mit den Voraussetzungen und den Folgen des Klimawandels regional und weltweit befasst. Prof. Leggewie, Direktor des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats für Globale Umweltfragen (WBGU), wies darauf hin, dass der Klimawandel nicht allein ein Naturphänomen ist, sondern erhebliche Konsequenzen für Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Kultur haben wird und die Bewältigungsstrategien des Klimawandels durch kulturelle Parameter beeinflusst werden.
Das Wissenschaftsforum Ruhr machte mit der Diskussionsveranstaltung in Berlin die Vielfalt und Kompetenzen der regionalen Wissenschafts- und Forschungslandschaft sichtbar und stellte die erfolgreiche Entwicklung des Ruhrgebiets zu einem wettbewerbsfähigen Wissenschaftsstandort dar. Alle Beteiligten waren sich darin einig, dass der Dialog zwischen Wissenschaftsforum Ruhr und der Politik in Berlin in Zukunft weitergeführt und intensiviert werden solle.
