Inter- und intraorganisationale Potenziale, intermediäre und institutionelle Arrangements für nachhaltiges Wirtschaften
Die im Governance-Diskurs thematisierte Notwendigkeit, sowohl einen instrumentellen Steuerungsoptimismus zu relativieren als auch zwischen „Government“ und polyzentrischen Governance-Strukturen zu differenzieren, spiegelt sich inhaltlich und konzeptionell im Nachhaltigkeitsdiskurs wider. Dementsprechend überschneiden sich auch die präferierten Problemlösungsstrategien: institutionelle Reformen und mehr dezentral und dialogisch ausgerichtete Steuerungsformen, die auf Reflexivität, Partizipation, Moderation und Selbstorganisation ausgerichtet sind (z.B. akteursgruppen-übergreifende Kooperation, Netzwerke, „soft laws“).
Um konkrete Entwicklungspfade für nachhaltiges Wirtschaften aufzeigen zu können, ist gerade eine anwendungsorientierte Nachhaltigkeitsforschung wichtig, die auf theoretisch fundierten Analysen der entsprechenden organisationalen Felder, der institutionellen und intermediären Arrangements sowie der koevolutionären inter- und intraorganisationalen Lernprozesse aufbaut. Ziel ist es, gesellschaftliche und unternehmerische Such- und Lernprozesse sozialwissenschaftlich zu inspirieren sowie organisationstheoretisch zu reflektieren.
Projektbeispiel: