Forschungsbereich 2
Dienstleistungen im gesellschaftlichen Wandel
Der Prozess der Tertiarisierung der Wirtschaft setzt sich sowohl auf der sektoralen Ebene (Wirtschaftszweige) als auch auf der funktionalen Ebene (Tätigkeiten) weiter fort. Dienstleistungen und Dienstleistungsarbeit verlieren ihren Status als Besonderes, Abgrenzbares, Abweichendes und werden zunehmend selbst normsetzend und prägend für Wirtschaft, Arbeit und Gesellschaft. Dieser Prozess verläuft z.T. widersprüchlich und wird von den Akteuren wenig reflektiert. Er beeinflusst die Prozesse der Anpassung an die veränderten Bedingungen in der tertiarisierten Ökonomie und erschwert die differenzierte Betrachtung von Entwicklungen in verschiedenen Dienstleistungsfeldern.
Die Arbeiten des Forschungsbereichs 2 widmen sich der Entwicklung von Arbeit, Qualifikation und Beschäftigung in Dienstleistungstätigkeiten auf allen Qualifikationsebenen. Es zeigt sich, dass in hochqualifizierten, wissensbasierten Dienstleistungen erhebliche Rationalisierungspotenziale realisiert werden und dass auch soziale ebenso wie Gesundheitsdienstleistungen in jüngerer Zeit zunehmend technisch-organisatorisch restrukturiert werden. Beide Tätigkeitsfelder werden jedoch auch in Zukunft arbeitsintensiv bleiben. Allerdings ist in vielen Bereichen, in denen mittlere Qualifikationen gefordert sind, in naher Zukunft mit erheblichen Effizienzgewinnen zu Lasten der Beschäftigung zu rechnen. Der FB 2 befasst sich explizit mit der Bedeutung der Qualität von Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen für die Qualität der erbrachten Dienstleistungen. Mitglieder des Forschungsbereichs sind an internationalen Projekten beteiligt und in internationale Netzwerke eingebunden.
Forschungsstränge und Themenfelder:
Vor diesem Hintergrund bearbeitet der FB 2 die folgenden Forschungsstränge und Themenfelder:
MitarbeiterInnen:
Eine aktuelle Auflistung der MitarbeiterInnen des FB 2 finden Sie unter folgendem Link: