Berichterstattung über die Entwicklung der Betriebs- und Arbeitszeiten
Die bis August 2004 am ISO-Institut in Köln durchgeführte, kontinuierliche Berichterstattung über die Entwicklung von Arbeits- und Betriebszeiten in Deutschland wird seit September 2004 an der Sozialforschungsstelle Dortmund (sfs) mit einer repräsentativen Betriebsbefragung zur „alltäglichen Arbeitszeitflexibilisierung“ weitergeführt. Im Rahmen dieses Berichterstattungssystems sind bislang sechs repräsentative Beschäftigtenbefragungen zu Arbeitszeitformen, Arbeitszeitwünschen und außerberuflicher Zeitverwendung sowie drei repräsentative Betriebsbefragungen zur Dauer und Flexibilität von Betriebszeiten und zu den diese konstituierenden Arbeitszeitformen durchgeführt worden. In dem neuen Projekt geht es um die Erfassung insbesondere der Formen von Arbeitszeitflexibilisierung, mit denen Betriebe auf die durch Globalisierung, Wettbewerbsdruck und Kostendruck ausgelösten immensen Schwankungen in der Produktion und Nachfrage reagieren.
Die Berichterstattung über die Entwicklung der Betriebs- und Arbeitszeiten wird mit einer repräsentativen Betriebsbefragung fortgeführt, in der neben Betriebs- und Arbeitszeiten die Themenfelder der altersgerechten Arbeitszeitgestaltung und der gesellschaftlichen/beschäftigungspolitischen Verantwortung von Unternehmen im Zentrum der Untersuchung stehen.
Betriebszeiten, Arbeitszeiten und ihr Zusammenhang mit Beschäftigung stehen auch im Vordergrund einer internationalen repräsentativen, Betriebsbefragung (Delsen, Bosworth, Groß, Bustillo 2006). Die Daten dieser Untersuchung wurden auch genutzt, um den Zusammenhang von Betriebszeiten, Arbeitszeiten und Beschäftigung gesondert für Deutschland und Nordrhein – Westfalen zu analysieren (Bauer, Groß, Sieglen, Schwarz, 2005).
Anknüpfend an das Themenfeld „Arbeit und Leben“ werden auf Grundlage von Zeitbudgeterhebungen Fragen der Vereinbarung von beruflichen und lebensweltlichen Anforderungen in deutschen und britischen Erwerbstätigenhaushalten analysiert.