Lokales Übergangsmanagement
Die Forschungsaktivitäten im Bereich „Übergang Schule – Beruf“ weiteten sich in den letzten Jahren zu einem Schwerpunkt der Beratung für ein umfassendes Qualitätskonzept zum Übergang Schule – Arbeitswelt aus: unter dem Stichwort „Fit fürs Leben“ für die Stadt Hoyerswerda (Sachsen), in umfassenden Aktivitäten in Dortmund (insbesondere das Projekt „Zeitgewinn“ der Stadt Dortmund) und in der von der Freudenberg–Stiftung, Weinheim, ausgehenden Initiativen zur Bilanzierung von „Kommunaler Koordinierung und lokaler Verantwortungs-Gemeinschaft“ für das lokale Übergangssystem. Auf die Zielgruppe „Migrantinnen und Migranten“ bezogen, wurde im Jahr 2006 die Wirksamkeit von solchen lokalen Ansätzen über den Zeitpunkt des Endes der Bundesförderung im Rahmen des BQF/BQN–Programms hinaus, sorgfältig analysiert. Die meisten der genannten Aktivitäten dauern auch 2007 an; „Lokales Übergangs-Management“ ist zu einem der zentralen Reformthemen im Feld von Berufsbildung und ihrer Zugänglichkeit geworden.
Orientierung auf europäische Beschäftigungspolitik und Prozess- und Akteursbezug sind vor diesem Hintergrund wichtige Voraussetzungen zur Abschätzung von Optionen lokaler oder regionaler Beschäftigungspolitik, wie sie z.B. in einem Gutachten für die Stadt Dortmund untersucht werden. Diese Aspekte sind ebenfalls zentral in einer Kooperation mit der Region Patras (Griechenland): Im Projekt ReInnovA werden die Mobilisierung junger Menschen, der Aufbau von Unterstützungsstrukturen und die Fokussierung regionaler Wirtschaftspotenziale (Cluster) in einem Modell integriert und für die Förderung junger Gründerinnen und Gründer umgesetzt. Fortgeführt wird dies im europäisch geförderten Projekt „Start CompEnt“, in dem Erfolgsfaktoren für Unternehmensgründungen in europäischen Ländern hinsichtlich der Qualifikationen der Gründerinnen und Gründer untersucht und verglichen werden. Auf Basis der Ergebnisse wird ein Instrument entwickelt, über das unternehmerische Grundqualifikationen vermittelt werden können.