

Zeit / Ort:
Donnerstags, 14:00 - 16:00 Uhr /
Raum: P1-05 309
Beginn:
20.10.2011
DozentInnen:
Prof. Dr. Jürgen Howaldt
Dmitri Domanski
Inhalte:
Stand bis in die 1980er Jahre hinein die Vorstellung eines klar abgrenzbaren, linear ablaufenden Innovationsprozesses im Vordergrund, wurde seitdem zunehmend deutlich, dass man es bei Innovation mit einem komplexen sozialen Prozess zu tun hat, in dem netzwerkförmiges Zusammenwirken der vielen am Innovationsprozess Beteiligten eine zentrale Rolle spielt. Von diesem Modell ausgehend entstand zunächst das Konzept der nationalen Innovationssysteme (NIS). Zwar hat sich NIS mittlerweile zum kategorialen Rahmen der Analyse von Innovationen und theoretischer Grundlage für staatliche Innovationspolitik entwickelt.
Doch die Idee, durch mehr Forschung zu NIS der Politik klare Handlungsempfehlungen geben zu können, hat sich in der Praxis als schwer umsetzbar erwiesen (Howaldt/ Schwarz 2010). Stattdessen deuten zahlreiche empirische Untersuchungen darauf hin, dass Konzepte, die sich an der räumlichen Zusammenballung von Unternehmen und den Formen regionaler Kooperation orientieren, unter dem Gesichtspunkt der Innovationsförderung dem Bezugssystem der Nation strategisch überlegen sind.
Ferner hat die regionale Perspektive vor dem Hintergrund der anhaltenden Diskussion um Globalisierung und Regionalisierung deutlich an Bedeutung gewonnen (Blättel-Mink/ Ebner 2009). Hierbei hat sich das Konzept der regionalen Innovationssysteme (RIS) seit den 1990er Jahren als einer der führenden Ansätze für Innovationsforschung und -politik etabliert. Das Seminar beschäftigt sich mit den konzeptionellen Grundlagen des Ansatzes und behandelt die aus der Sicht der empirischen Forschung besonders interessanten regionalen Innovationssysteme. Dabei wird das Augenmerk abschließend auch auf das Ruhrgebiet gerichtet.
Leistungsnachweis
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Ablaufplan
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