Tagung "Mensch - Produktion - Standort"
Laufzeit:
15. Oktober 2010 bis 31. Januar 2011
Auftraggeber:
Wirtschaftsförderung Dortmund
Finanzier:
Wirtschaftsförderung Dortmund
Projektleitung:
Antonius Schröder
AnsprechpartnerInnen:
schroeder{AT}sfs-dortmund.de
Sozialforschungsstelle Dortmund
Tel.: +49 231 8596-283
kaletka{AT}sfs-dortmund.de
Sozialforschungsstelle Dortmund
+49 231 8596-287
Projektbeschreibung (kurz):
Regionale Strukturveränderungen jenseits neuer Technologien im Dreiklang von Produktion, Mensch und Standort.
Kooperationspartner:
Wirtschaftsförderung Stadt Dortmund
Projektziele:
Zentraler Ansatzpunkt für eine kontinuierliche zukunftsgerichtete und effektive Human Resources Entwicklung ist die Qualität und Koordination regionaler Aktivitäten und die Aktivierung einer gemeinsamen regionalen Verantwortung von Politik und Wissenschaft, Wirtschaft und Sozialpartnern sowie weiterer relevanter „Stakeholder“. Mit dieser regionalen Koordinierung sollen bisher eklektische und nicht aufeinander abgestimmte Maßnahmen im Sinne regionaler Effektivität und Effizienz abgestimmt und weiter entwickelt werden.
Die konkreten Herausforderungen sollen nicht nur im Rahmen aktueller regionaler oder kommunaler Strategien von Dortmund evaluiert werden. Es geht vielmehr darum die Perspektive zu erweitern. Die Erfahrungen und Strategien von mit Dortmund vergleichbaren Regionen sollen diskutiert und kontrastiert werden. Welche erfolgreichen und erfolgversprechenden Arbeitsweisen und Konzepte gibt es in Europa, Arbeit und Beschäftigung im Dreieck von Produktionsinteressen und -förderung, der Standortentwicklung und der Human Resources Perspektive zukunftsweisend und problemorientiert zu entfalten?
Dazu sollen anwendungsorientierte Forschungs- und Beratungsinstitute in Zusammenarbeit mit kommunalen Vertreter/innen der von ihnen beratenden Regionen ihre Konzepte austauschen, diskutieren und weiterentwickeln.
Im Zentrum der Tagung stehen:
- Austausch von Erfahrungen, Konzepten, Strategien etc.
- Aufbau eines arbeitswissenschaftlichen und regionalen Netzwerkes
- neue Projektakquisitionen
- Zusammenbringen von Promotoren der arbeitswissenschaftlichen und regionalverantwortlichen Entwicklung in den Regionen.
Projektbeschreibung (lang):
Jenseits der Entwicklung im Bereich der neuen Technologien (Mikrosystemtechnik, Bio- und Nanotechnologie, Informations- und Kommunikationstechnologie etc.) hat der Produktionsstandort Dortmund auch weitere HighTech-Bereiche in verschiedenen Branchen zu bieten und zu entwickeln: z.B. im Bereich der Verfahrensintegration, der integrierten Verarbeitung von Metall und Kunststoff.
Zentrale Fragen für einen veränderten Produktionsstandort Dortmund sind: Wie lassen sich diese neuen Wirtschaftsfelder weiter entwickeln? Wie lässt sich Dortmund als moderner Produktionsstandort weiter etablieren?
Bei Innovationen wird immer zuerst an technologische Innovationen gedacht. Technologische Innovationen werden aber von Menschen gemacht und von Menschen umgesetzt. Insofern geht es in diesem Zusammenhang nicht nur alleine um die Technologien, sondern um die endogene Entwicklung von „Human Resources“. Und dies in einem korrespondierenden Zusammenhang von Region (Standort), Menschen (Human Resources) und Produktion im Sinne einer „gesellschaftlichen Innovation“. Also eine über technologische Perspektive hinausgehende Koordination, die das eingeschränkte Problemlösungspotenzial technologischer Innovationen sowie ineffektive Steuerungs- und Problemlösungs¬mechanismen auflöst.
Das bedeutet, dass technologische Entwicklungen in unterschiedlichen Wirtschaftsfeldern (hier der Produktionstechnologien) gesellschaftlich (oder sozial) hervorzubringen, einzubinden, umzusetzen und weiter zu entwickeln sind. Es geht um die „Institutionalisierung“ neuer Praktiken und Routinen in der Region, und zwar proaktiv im Sinne zukünftig erwartbarer Herausforderungen.
Methodisches Vorgehen:
Im Rahmen einer internationalen Tagung mit für Dortmund vergleichbaren und wichtigen europäischen Regionen, EU-Vetretern, Unternehmen und Forschungseinrichtungen werden verschiedene Ansatzpunkte für eine neue produktionsorientierte Industrie diskutiert.
Projektergebnis:
Veranstaltung:
Internationale Arbeitstagung: Produktion - Mensch - Standort
25. Januar 2011
Beschreibung:
Die Überschrift zu dieser Arbeitstagung weist auf eine in Dortmund wie in Europa auflebende Debatte hin. In deren Zentrum steht die Annahme, dass jenseits der kommunalstrategischen Entwicklung von neuen Technologien (als Wirtschaftsschwerpunkte oder Cluster) auch "traditionelle" Produktionsindustrien auf lokaler und regionaler Ebene perspektivreich weiterzuentwickeln sind.
Die Bedingungen, unter denen "neue Produktion" als Standortfaktor erfolgreich etabliert werden kann, werden auf der Arbeitstagung in einem Wechselspiel zwischen Praxisbeispielen aus Dortmund und weiteren europäischen Regionen einerseits und wissenschaftlichen Inputs andererseits vor dem Hintergrund einer neuen europäischen Industriepolitik diskutiert.
Die Tagung thematisiert die Entwicklung von Produktion, Menschen (Human Resources) und Region (Standort) als Koordinationsaufgabe. Es geht um die Institutionalisierung neuer Praktiken und Routinen in der Region (als gesellschaftliche, regionale Innovationen), die proaktiv dabei helfen, zu erwartende Herausforderungen zu meistern und strategische Ziele zu erreichen.
Download:
- Programm zur Arbeitstagung (engl./deutsch)
- Download der Präsentationen