

ARBEIT ist eine interdisziplinär ausgerichtete Zeitschrift, die Ergebnisse aus den Arbeitswissenschaften, der Arbeits- und Industriesoziologie, der Arbeits- und Organisationspsychologie, der Berufspädagogik, den Wirtschaftswissenschaften und weiteren Disziplinen zur Diskussion stellt. Sie will damit Verbindungen stiften und Kommunikation fördern zwischen den Disziplinen sowie zwischen Wissenschaft und Praxis.
Wir wollen in der Zeitschrift einen forschungspolitischen und forschungspraktischen Diskurs eröffnen: Die Veränderungen in der Organisation von Arbeit, den Anforderungen an die Arbeitenden, der technischen Infrastruktur, den Beschäftigungsverhältnissen und Arbeitsbedingungen sind unübersehbar. Aufkommende neue Konfliktlinien und Gefährdungen arbeitspolitischer Gestaltungsfähigkeit werfen neue Fragen für die Arbeitsforschung auf und erfordern neue methodische und theoretische Ansätze.
Im gegenwärtigen Prozess des Umbruchs der Gesellschaft kommt Arbeit eine entscheidende Rolle zu. Arbeit bleibt auch in der Dienstleistungs-, Informations- oder Wissenschaftsgesellschaft zentraler Bezugspunkt der Gestaltung des individuellen Lebens sowie Quelle des gesellschaftlichen Wohlstands. Innovationsrelevantes Wissen, das zunehmend als Ressource entdeckt wird, muss erst durch Arbeit in Betrieben, Labors, wissenschaftlichen Forschungsstätten und Bildungseinrichtungen erzeugt und weiter entwickelt werden, bevor es – wiederum vermittelt durch lebendige Arbeit - in Produktions- und Dienstleistungsprozessen eingesetzt werden kann, um Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Für den Einzelnen ist die Beteiligung an Erwerbsarbeit trotz anhaltender Arbeitsmarktprobleme weiterhin von großer Bedeutung. Durch die Ausbreitung von flexiblen Arbeitsmärkten und Elementen von Marktsteuerung in Arbeitsverhältnissen und an Arbeitsplätzen breiten sich Risikoerfahrungen nicht nur im Erwerbsleben aus, sondern prägen auch Handlungsmöglichkeiten im Alltagsleben.
Arbeitsforschung ist und bleibt somit ein Herzstück gesellschaftlicher Innovationsprozesse. Eine Innovationspolitik, die einseitig auf Technologieentwicklung setzt, wird ihre Ziele nicht erreichen.
Dabei verändern sich Funktionen und Positionen von Arbeitsforschung in Wissenschaft, Politik und Gesellschaft sowie die Erwartungen an ihre Ergebnisse und Leistungsfähigkeit. Auch die Forschungsprozesse und Konzepte unterliegen erheblichen Veränderungen. Die Beziehung zwischen Wissenschaft und Praxis verschiebt sich von der klassischen Trennung von Wissenserzeugung und Wissensanwendung hin zu engeren Kooperationen zwischen den Akteuren der Gestaltung der Arbeitwelt der Zukunft. Für Arbeitsforschung eröffnet sich damit ein großes Spektrum von Fragestellungen, Methoden und Kooperationspartnern. Sie ist damit aber auch herausgefordert, neue Formen der Produktion ihrer Erkenntnisse zu entwickeln und sich auf neue Anforderungen an den Wissenstransfer einzulassen.
Erwünscht sind Beiträge,
Thematisch sollen Fragen der Beschäftigungsentwicklung, des demografischen Wandels, der Gesundheitsförderung in der Arbeit, der Veränderung von Biografien und Berufsmustern ebenso behandelt werden wie Prozesse der sozialen Integration und Desintegration, der sozialen Mobilität sowie der Auflösung traditioneller Strukturen und Generierung neuer Regelsysteme. Erwünscht sind vor allem auch Beiträge, die mehrere Aspekte und Themen miteinander verbinden, ebenso solche, die Aspekte und Themen in international vergleichender Weise behandeln.
Wir bitten um Originalaufsätze und Erfahrungsberichte aus der (Forschungs-)Praxis sowie Berichte über entsprechende Konferenzen und Tagungen. Auch Beiträge aus nicht deutschsprachigen Ländern – in englischer Sprache – sind erwünscht. Bitte beachten Sie unsere Seitenlimits für Hauptbeiträge (40.000 Zeichen, incl. Leerzeichen) und Kurzbeiträge (20.000 Zeichen).
Das Verfahren der Begutachtung
ARBEIT wird von einem interdisziplinär zusammengesetzten Kreis von Wissenschaftler/innen herausgegeben: Soziologie, Wirtschaftswissenschaft, Psychologie, Pädagogik und Informatik sind vertreten. Die eingereichten Manuskripte werden von allen Herausgeber/innen im Hinblick auf fachliche Qualität und fachübergreifenden Erkenntnisgewinn beurteilt. Die Autor/innen erhalten ein ausführliches schriftliches Feedback.
Die Herausgeber und Herausgeberinnen der ARBEIT freuen sich auf Ihre Beiträge!
Prof. Dr. Gerhard Bosch, Gelsenkirchen; Prof. Dr. Katrin Hansen, Gelsenkirchen; Prof. Dr. Thomas Herrmann, Bochum; Prof. Dr. Jürgen Howaldt, Dortmund; Dr. Heike Jacobsen, Dortmund; Prof. Dr. Hermann Kotthoff, Saarbrücken; Prof. Dr. Hartmut Neuendorff, Dortmund; Prof. Dr. Angela Paul-Kohlhoff, Darmstadt; Prof. Dr. Karen Shire, Duisburg/Essen; Prof. Dr. Ivars Udris, Zürich
Adresse der Redaktion:
Ursula Ammon; Ingrid Goertz (Sekr.)
Sozialforschungsstelle Dortmund
Zentrale Wissenschaftliche Einrichtung der Technischen Universität Dortmund
Evinger Platz 17
D-44339 Dortmund
Tel. +49 (0) 231 - 8596-260 oder -241 (Sekr.)
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