Logo der SFS Dortmund       Beziehungen zwischen Dienstleistungsproduktion und –konsum
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Die Prozesse der Produktion und des Konsums von Dienstleistungen sind eng aufeinander bezogen. Mehr noch als in der Produktion von Gütern sind die KundInnen in den Prozess der Leistungserstellung einbezogen. Sie sind zugleich ökonomische AkteurInnen und konkrete Personen. Die KundInnen bzw. die Beziehung zu ihnen werden zu einem Arbeitsgegenstand der Dienstleistungsbeschäftigten. Sie prägen einerseits die Anforderungen an vielen Dienstleistungsarbeitsplätzen, und bestimmen andererseits die Strategien der Unternehmen. Die Beziehungen zwischen den (sozialen) Prozessen der Produktion und des Konsums von Dienstleistungen sind bisher weitgehend unverstanden. Forschungsfragen sind hier, welche kulturellen und institutionellen Faktoren diese Beziehung bestimmen, welche nationalen Ausprägungen von „Dienstleistungskulturen“ dabei zu beobachten sind und welche Auswirkungen dies auf die Entwicklung von Sektoren, Unternehmen, Arbeit und Gesellschaft hat. Bisher wurden dazu im Rahmen einer von Mitgliedern des Forschungsbereichs initiierten Arbeitsgruppe der deutschen Vereinigung für sozialwissenschaftliche Arbeitsmarktforschung (SAMF e.V.) zwei Fachtagungen durchgeführt und zwei Sammelbände herausgegeben (Jacobsen/Voswinkel 2003, Jacobsen/Voswinkel 2005). Eine grundlagenorientierte Studie zu diesen Fragen ist in Vorbereitung.

Handel
Die sfs hat über mehr als zwei Jahrzehnte eine breite branchenspezifische Expertise im Handel aufgebaut, die in aktuellen Projekten zu zukunftsbezogenen Fragestellungen weiterentwickelt wird. Im Vordergrund stehen Fragen zur Entwicklung von Beschäftigung, Arbeit und Qualifikation vor dem Hintergrund der Strukturentwicklung der Branche, dabei wird dabei zunehmend eine international vergleichende Perspektive angelegt.

Die sfs hat in verschiedenen Foren zur Neuregelung der Ladenöffnungszeiten Stellung genommen und auf die damit für die Unternehmen, die Beschäftigten und KonsumentInnen zu erwartenden Veränderungen aufmerksam gemacht und begleitet diese Entwicklung weiterhin (vgl. Stellungnahme zum Ladenöffnungsgesetz NRW, 18.10.2006).

Die Kooperation entlang der Wertschöpfungskette wird für Handelsunternehmen zu einer zentralen Herausforderung. In diesem Zusammenhang findet die Auseinandersetzung mit „Efficient Consumer Response" (ECR) statt (Bieber/Jacobsen/Naevecke/Schick/Speer 2004).

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